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light+building Nachlese III

volatiles - Digitales Glasmosaik

volatiles - Digitales Glasmosaik

Die volatiles lighting GmbH hat ein vernetztes Flächenlichtsystem aus hinterleuchteten Mosaiksteinen entwickelt, das reglose Wandflächen in belebte Lichtinstallationen  verwandelt. Es besteht aus Lichtmodulen, die aus je 64 Glasmosaiksteinen zusammengesetzt sind, jeder einzelne davon wird mit einem LED-Chip hinterleuchtet. Nach Herstellerangaben können Millionen von Farben erzeugt werden, auf Wunsch für jeden Mosaikstein eine andere. Dank der eingebauten Touch-Sensorik können Nutzer durch sanftes Streichen über die Mosaikwand die Lichtfarbe ändern oder beliebige Muster auf die Wand zeichnen. Auf vorinstallierten  Wiedergabelisten einer App stehen bereits fertig komponierte Lichtszenen zur Auswahl. Die Module können in beliebiger Anzahl und Anordnung kombiniert werden und erschaffen so ein individuelles Lichterlebnis für unterschiedliche Stimmungen, Ambiente und Anlässe.

Warum wir diese Lichtinnovation für bemerkenswert halten, hat hauptsächlich damit zu tun, dass Licht zum Spielzeug wird. Ein Spielzeug, das jeden Passanten, Gast oder Besitzer einlädt, seine angestammte Rolle als passiver Lichtkonsument zu verlassen und vom Zuschauer zum Schöpfer seines ganz eigenen Beleuchtungsszenarios zu werden, insofern er dafür Muße und Zeit hat.

Die Vorstellung des homo ludens, des spielenden Menschen, sieht in der spielerischen Betätigungsform den idealen Nährboden für die Weiterentwicklung der Persönlichkeit des Menschen und seiner kognitiven Fähigkeiten. Als schöpferische, mehr oder minder sanft regelgeleitete Erkenntnisreise zu uns selbst oder zur Lösung von Alltagsproblemen. Beim Spiel, beim Zeichnen wie auch beim Malen darf sich der Akteur seiner angenommenen Alltagsrolle völlig entledigen, regelkonform neu einbringen und als Person teilweise neu erfahren. Manche Kognitionswissenschaftler halten die spielerische Form, Alltagsprobleme zu analysieren für die effizienteste Art und Weise komplexe Fragestellungen zu lösen. Homo ludens, der spielende Mensch, der wasserdampfbeschlagene Autoscheiben bekritzelt oder Sitzungsprotokolle mit malerischen Randnotizen versieht und dabei spielend und leicht, im Entspannungszustand Dinge erreicht, die ihm unter Anspannung und Stress bisweilen völlig missglücken. Im spielenden Zustand gelingt es uns, schneller als durch manch andere Stimuli, völlig abzuschalten, den alltäglichen Rollenzwängen zu entfliehen und je nach Freiheitsgraden der gegebenen Spielregeln, eine gelungene Mischung aus Anspannung und Entspannung in uns zu erzeugen, die wir in unserer arbeitsteiligen Welt in ähnlich ausgewogener Art kaum noch erleben können. Insofern mag es durchaus nachvollziehbar sein, dass spielerisch verbrachte Zeit grundsätzlich mit positiven, therapeutisch wirksamen und das Wohlbefinden steigernden Effekten gleichgesetzt wird.

Wir halten diese Lichtinnovation deshalb für äußerst bemerkenswert, weil sie jedem Nutzer die Möglichkeit eröffnet, aus der Rolle des abhängigen und passiven Lichtkonsumenten zu lösen und in die des spielerischen, selbstvergessenen Schöpfers zu schlüpfen. VonLicht, das allein einem einzigen Zweck dienen soll: das Wohlbefinden des Menschen zu fördern.

Wir haben bislang in allen unseren Blogbeiträgen bewusst auf die namentliche Nennung von Produkten und Marktteilnehmern verzichtet. Der Lichtmarkt ist unsere Heimat und auf seine Heimat lässt man nichts kommen. Im vorliegenden Fall haben wir unsere freiwillige Selbstverpflichtung aufgehoben, weil uns schlichtweg klar geworden ist, dass dieses Produkt mit Worten allein nicht hinreichend beschrieben werden kann. Sie dürfen darauf vertrauen, dass unsere Wertschätzung allein der Produktidee und ihrer Umsetzung gilt und wir zu den Machern der vorgestellten Leuchtinstallation keinerlei wirtschaftliche Beziehungen unterhalten.